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Der KMF-Arbeitskreis »Naturwissenschaft und Glaube« lädt ein zur Tagung:

Erwachsen werden im Einklang von Naturwissenschaft und Glaube - Herausforderungen für die Bildung in Schule und Elternhaus


27. – 29. Januar 2012 Jugendgästehaus Oberwesel
Die gewachsene Bedeutung der Naturwissenschaften hat erhebliche Auswirkungen auf den Glauben von Jugendlichen. Kindliche Vorstellungen werden fraglich und suchen eine neue Gestalt. Gerade in dieser Phase ist die religiöse Bildung herausgefordert, mit der Entwicklung naturwissenschaftlich-technischer Kompetenz Schritt zu halten. Das Standardargument, dass Naturwissenschaft nach überprüfbaren Fakten und die Religion nach Sinn und Wert fragt, reicht nicht aus. Vielmehr müssen christliche Überlieferungen im Licht aktuellen Wissens neu interpretiert und vermittelt werden, um so glaubwürdig und attraktiv zu bleiben.
So weit die Theorie. Wie aber sieht es an der Schnittstelle naturwissenschaftlicher und religiöser Deutungen praktisch aus? Welche schulischen und unterrichtlichen Bedingungen müssen gegeben sein, damit aus dem Nebeneinander der Fächer ein Miteinander wird? Was können Peer Groups z.B. in der Jugendarbeit oder im Firmunterricht zu diesem Thema leisten? Wer begleitet die nachwachsende Generation bei der Heranbildung eines ganzheitlichen Weltbilds? Welche Kompetenz brauchen Eltern, Großeltern, Erzieher/innen und Lehrer/innen für das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen? Gibt es Best-Practice-Beipiele für eine integrierende Vermittlung? Können davon Impulse für ein glaubwürdigeres und entschiedeneres christliches Leben ausgehen?
Uns ist es wichtig, miteinander und nicht übereinander zu reden. Daher möchten wir neben der Kinderbetreuung die Jugendlichen aktiv in die Tagung einbeziehen, u.a. bei einem spannenden Vergleich von Schulbüchern verschiedener Generationen (bitte mitbringen!).

Freitag, 27.1.2011
18:00 Uhr   Ankunft und Abendessen
20:00 Uhr   Einführung mit Erfahrungsaustausch zur eigenen Schulzeit

Samstag, 28.1.2011
  9:00 Uhr   Ist der Religionsunterricht auf die naturwissenschaftlichen Grenzfragen zum Glauben vorbereitet? Prof. Dr. Ulrich Kropac (Religionspädagoge, Uni. Eichstätt)
11:00 Uhr   Arbeitskreise zur Bildung in übergreifenden Grenzfragen
15:00 Uhr   Religionslehrer/innen, Schüler/innen, Eltern berichten über Erfahrungen
20:00 Uhr   Der »legendäre« bunte Abend

Sonntag, 29.1.2011
  9:00 Uhr   »Glaubenskrise und Religionsunterricht« – Zukunftsperspektiven und Reflexion
11:00 Uhr   Hl. Messe mit Pfr. B. Weckwerth zum Thema »Grenzgänger«

Tagungsbeitrag: KMF- und Heliand-Mitglieder: 85 Euro, Gäste: 110 Euro, KSJ / Jugendl. ab 16 J.: 30 Euro, Kinder ab 4 J.: 1Euro, EZ-Zuschlag: 25 Euro, Tagesgäste am Samstag: 35 Euro
Anmeldungen bitte bis zum 8. Januar an die KMF-Geschäftsstelle.



7. Schöpfungswanderung besichtigte Umfeld der neuen Grünbrücken

Rath-Heumar Unter dem Motto „Schöpfung erleben und bewahren“ haben am 1. Mai etwa 30 Teilnehmer bei bester Wetterlage eine geführte Wanderung durch die Wahnheide und den Königsforst unternommen. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die beiden Grünbrücken, mit denen ein alter Wildwechsel zwischen der Wahnheide und dem Königsforst wieder ermöglicht werden soll. Wie der Organisator, Dr. Gerd Weckwerth vom Verein für „Naturwissenschaft und Glauben“ erklärte, sei speziell in dem von Autobahnen eingeschlossenen, artenreichsten NRW-Naturschutzgebiet der Bestand vieler heimischer Tierarten bedroht, wenn für diese nicht wenigstens ein geringer Austausch mit den umgebenden Biotopen ermöglicht wird. Zwischen der Fertigstellung der ersten Grünbrücke über die A3 und dem gerade begonnenen Bau der zugehörigen zweiten Brücke über die Rößrather Straße bestand  für die Wanderung in diesem Jahr noch die Chance den Aufwand für die verschiedenen Bauabschnitte dieser Querungshilfen zu besichtigen. Absperrungen und Renaturierungsmaßnahmen werden im Umfeld der Grünbrücken, wie jetzt schon im Bereich der früheren Verladerampe in der Wahnheide, dafür sorgen, dass auch für störungsempfindliche Tierarten wie z.B. Rotwild eine Nutzung erleichtert wird.

„Schöpfung bewahren in dem der Mensch zur Stütze der Evolution wird“, war der zentrale Gedanke einer Andacht, die die Wanderer in der Kirche „Heilige Familie“ in Kleineichen nach dem Mittagessen gefeiert haben. Auch in diesem Jahr wurde dabei wieder dem Geburtstag des französischen Philosophen und Paläontologen Teilhard de Chardin  am 1. Mai 1881 gedacht, der als Vater eines evolutiven Schöpfungsbildes auch diesen Gedanken über den Menschen als Stütze der Evolution in seinen zu Lebzeiten mit Publika-tionsverbot bedachten Büchern entwickelt hatte.

Vorbei an der Neubaustelle der zweiten Grünbrücke, über dem Waldlehrpfad im Königsforst zurück zum Ausgangspunkt der Endhaltestelle der Linie 9 in Rath-Heumar hatten die Wanderer bis zum Abend etwas mehr als 10 km zurückgelegt. Sie hatten dabei nicht nur einen schönen Tag erlebt, sondern auch gesehen, wie sich das Nebeneinander von Mensch und Tier in der Schöpfung in Zukunft besser erhalten lässt.

rechts:
In Wanderpausen lauschten die Teilnehmer
Texten zur Schöpfung und Infos zum Naturschutzgebiet Wahnheid.


Ist der Aufwand für die Grünbrücken berechtigt?


Die Grünbrücken sind die auffälligste und kostspieligste Spitze eines europaweiten Konzepts zum Biotopenverbund, das zentrale Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt hat. Wenn wie im Fall der Wahner Heide ein Naturschutzgebiet rund herum von Autobahnen umgeben ist, wird die Fortpflanzung aller Tierarten auf die innerhalb dieses Gebietes bestehenden Zahl an Tieren beschränkt. Wenn diese Zahl unter den Wert von etwa 100 sinkt, muss damit gerechnet werden, dass diese Art nach wenigen Generationen aufgrund zunehmender Inzuchtdefizite aussterben wird, egal wie gut die Lebensbedingungen innerhalb dieses Gebiets sonst sind. Das Aussterben hat wiederum zur Folge, dass ein über hunderte von Jahren gewachsenes natürliches Gleichgewicht erheblich gestört wird, mit vielen Unwägbarkeiten auch für den Menschen.

Dem kann begegnet werden, wenn in jeder Generation einige wenige Artgenossen neu an der Fortpflanzung teilnehmen, indem sie z.B. durch Kleintierdurchlässe und Grünbrücken ihren Lebensraum wechseln. Dieser natürliche Vorgang ist durch den Menschen unterbrochen worden und einer der wichtigsten Gründe, warum der Artenreichtum in den Industriestaaten erheblich gesunken ist. Welche Orte für solche Querungshilfen geeignet und nötig sind, muss im Einzelnen von Experten geprüft werden. Hinzu kommt die Einhaltung von Schutzzonen, um die Annahme solcher Brücken durch menschenscheue Arten nicht zu gefährden.

Ein zweiter Grund für den Bau von Grünbrücken ist die erschreckend große Zahl an Verkehrsunfällen (deutschlandweit ~250 000), die durch versuchte Straßenüberquerungen von Tieren entstehen. Diese Zahl wird durch solche für Tier und Mensch ungefährlichen Querungshilfen erheblich reduziert und führt damit unter anderem zu Kostenreduzierungen bei Kfz- und Krankenversicherungen.

Als weiteren Grund für den finanziellen Aufwand zumindest der Grünbrücke über die A3 sollte man auch das Konjunkturprogramm II des Bundes angeben, das aus wirtschaftlichen Gründen Projekte finanziert, die sich in einem Wettbewerb um die Mittel beworben haben und durch die z.B. Arbeitsplätze sicher gestellt werden sollen.

Die Brücke über die Rößrather Straße wird aus einem europäischen Programm finanziert, dessen europaweite Bedeutung in einer Zeit knapper Kassen der Länder dennoch außer Frage steht. Auch unabhängig von finanziellen Erwägungen sollten wir uns klar darüber sein, dass der heutige Mensch nur eine einzige von über 2 Millionen Arten darstellt, die sich auf unserer Erde nebeneinander entwickelt haben. Schon heute ist abzusehen, dass das Auftreten des Menschen sogar das große Artensterben (>2/3) an der Kreide-Tertiär-Grenze übertrifft, das vor 60 Millionen Jahren wahrscheinlich durch einen riesigen Meteoriteneinschlag ausgelöst wurde. Wenn wir Menschen heute eine ähnliche Katastrophe für unsere Mitgeschöpfe auslösen, können die daraus entstehenden Umwälzungen durchaus auch das schnelle Aus für unsere eigene Art bedeuten.

„Stütze der Evolution sein“ heißt demnach, die fatale Rolle des Menschen als Hauptzerstörer einer 4 Milliarden Jahre andauernden Evolution zu erkennen und „zu versuchen unter Zeitdruck ein neues Gleichgewicht aufzubauen“ und zu stabilisieren, wozu nach heutiger Kenntnislage auch diese Grünbrücken einen wichtigen Beitrag leisten.     
                                                            Dr. Gerd Weckwerth


  links:
Die 2011 entstandenen neue Grünbrücke über die A3 mit dem typischen beidseitigen grünen Irritationsschutz. Vor der Öffnung für Tiere wird sie durch eine baugleiche Brücke über die parallele Rößrather Straße ergänzt.




   -   Infomaterial unter  www.strassen.nrw.de/umwelt/tierquerungshilfen.html  ; -
Tierquerungshilfen im Straßenbau - Wo Rehbock, Sau und Hase die Autobahn überqueren
Straßen schaffen Verbindungen für Menschen. Für die Tierwelt dagegen zerschneiden sie Lebensräume und gefährden so den Bestand von Populationen. Außerdem bergen sie die Gefahr, beim Queren verletzt oder getötet zu werden. Laut ADAC ereignen sich bundesweit mindestens 250.000 Wildunfälle pro Jahr. Nach Angaben des Landesjagdverbandes werden dabei in Nordrhein-Westfalen etwa 30 Verkehrsteilnehmer schwer verletzt.

Die Straßenbauverwaltung ist gesetzlich verpflichtet, für die Sicherheit des Verkehrs zu sorgen und gleichzeitig negative Auswirkungen von Straßen auf die Natur, soweit wie möglich, zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund prüft der Landesbetrieb Straßenbau NRW bei jeder Straßenplanung, ob im konkreten Fall der Bau von Tierquerungshilfen erforderlich ist. Wichtige Tierquerungshilfen sind Kleintierdurchlässe und Grünbrücken.
Querungshilfen für Kleintiere

Neue Trassen zerschneiden häufig die traditionellen Wanderrouten von Amphibien zwischen ihren Landlebensräumen und ihren Fortpflanzungsgewässern. Um diese Verbindungen zu erhalten, baut der Landesbetrieb Leiteinrichtungen und Tunnelanlagen für Frösche, Kröten und Molche. Planung und Bau solcher Amphibienschutzeinrichtungen sind heute weitgehend Routineaufgaben. Nicht nur Amphibien nutzen solche Kleintierdurchlässe, sondern auch verschiedene kleinere Säugetiere. In NRW existieren inzwischen mehrere 100 solcher Anlagen.

Grünbrücken
In andere Größen- und Kostendimensionen stoßen Querungshilfen wie Wildunterführungen und insbesondere Grünbrücken vor. Die durchschnittlichen Kosten für eine Grünbrücke summieren sich auf drei Millionen Euro und mehr. Um Ausgaben in dieser Größenordnung zu rechtfertigen, muss die Notwendigkeit einer Grünbrücke in jedem Einzelfall durch Expertenaussage begründet sein. Von großer Bedeutung sind die Wahl des richtigen Standorts, die Gestaltung des Brückenumfeldes und der Brücke selbst. Störungsempfindliche Arten wie Wildkatze und Rotwild akzeptieren eine Querungshilfe nur dann, wenn störende Einflüsse aus menschlichen Aktivitäten gering bleiben und sie sich sicher fühlen. Gezielte Anpflanzungen leiten die Tiere zum Bauwerk. Im Übergang zur Brücke und auf der Brücke selbst halten Schutzwände Lärm und Lichtreflexe ab.

In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit drei Grünbrücken (L361 bei Bergheim, A33 bei Bielefeld, A52 bei Elmpt). Mit Mitteln des Konjunkturprogramms II entstehen vier weitere zur Wiedervernetzung von Lebensräumen (A1 zwischen Nettersheim und Blankenheim, A3 Königsforst bei Köln, A31 "Üfter Mark" bei Dorsten-Schermbeck, B64 Egge bei Bad Driburg). Für eine weitere Grünbrücke (A4 bei Kerpen, Baubeginn 2011) ist das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Die Planungen von 8 Grünbrücken im Rahmen von Autobahnneubauprojekten (A1, A33, A445) sind abgeschlossen und befinden sich im Planfeststellungsverfahren oder stehen kurz davor.

Rechtlicher Hintergrund
Mit dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG, 1976) und dem nordrhein-westfälischen Landschaftsgesetz (LG NW, 1980) wurden verbindliche Regelungen zur Berücksichtigung des Naturhaushaltes (nicht nur) beim Straßenbau eingeführt. Die sogenannte "Eingriffsregelung" schreibt in erster Priorität vor, erhebliche Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes, und damit auch der Fauna als dessen Bestandteil, so weit wie möglich zu vermeiden. Seit dem Einfließen europäischer Naturschutzrichtlinien (Vogelschutz-Richtlinie, Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) in das deutsche Naturschutzrecht in den 1990er Jahren wuchs die Bedeutung des Themas "Tierquerungshilfen" für die Zulassung von Straßenbauvorhaben bis heute kontinuierlich. Der Fokus ist inzwischen vor allem auf europaweit geschützte Lebensräume (Natura 2000-Gebiete) und Tierarten (z.B. Fledermäuse, Wild-katze) sowie auf Großsäuger wie die Leitart Rotwild gerichtet.

A3: Neubau der Grünbrücke bei Königsforst
Seit September 2010 baut der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen im Auftrag des Bundes eine neue Grünbrücke an der A3 bei Köln Königsforst. Grünbrücken (auch "Wildbrücken") erlauben es Tieren, Straßen ohne Gefahr für sich und die Autofahrer zu überqueren. Besonders größere Säugetiere nutzen solche Bauwerke. Aber auch weniger seltene und kleinere Arten wie Reh oder Dachs profitieren von den Querungshilfen. Gleichzeitig erhöht die Grünbrücke auch die Verkehrssicherheit, weil sie Wildunfälle reduzieren hilft.

Knapp 80 Meter breit überspannt die neuen Brücke die mit rund 81.000 Autos am Tag befahrene Autobahn. Die Tiere sollen künftig wieder ungehindert zwischen der Wahner Heide und dem Königsforst, zwei Naturschutzgebieten von europäischem Rang, wechseln können. Das war bis zur Mitte der 1930er Jahre möglich als die Autobahn gebaut wurde. Die A3-Grünbrücke kann jedoch die beiden Schutzgebiete nicht allein verbinden. Daher unterstützt sie eine zweite an der mit rund 16.000 Fahrzeugen am Tag befahrene Landesstraße 284, die aus EU-Mitteln finanziert wird. Deren Bau soll vom Herbst 2011 bis zum Sommer 2013 dauern.

Beide Grünbrücken, die zusammen circa acht Millionen Euro kosten werden, gleichen sich wie Zwillinge. Einziger Unterschied ist die Breite der Straßen, die sie überführen. Die Autobahn ist mit rund 35 Metern etwa dreimal so breit wie die Landesstraße. Beide Brücken werden bepflanzt und seitlich von einem so genannten Irritationsschutz eingefasst. Dadurch sind Autofahrer und Tiere abgeschottet und werden nicht voneinander abgelenkt. Ausgelegt ist das Grünbrückenduo zunächst auf die Bedürfnisse von Rotwild. Durch gezielte Ergänzungen wird auch den Ansprüchen der kleineren Tiere, seien es nun Säugetiere oder Reptilien, Genüge getan. Zwischen beiden Grünbrücken entsteht ein etwa 400 Meter langer, von einem Zaun umschlossener Verbindungskorridor. Wie auch die Brücken ist dieser künftig für Erholungssuchende tabu.

Während der Bauzeit ist die Geschwindigkeit in den Brückenbaustellen begrenzt. Wenn die Fertigteile für die Brückenüberbauten montiert werden, gibt es einzelne Straßensperrungen. Für die A3 wird dies Mitte 2011 der Fall sein und für die L284, die Rösrather Straße, rund ein Jahr später. Die Autofahrer haben trotzdem auch Nutzen von den Grünbrücken: Jedes Tier, das über die Grünbrücken geht, kann keinen Wildunfall mehr verursachen. Die Experten sind zuversichtlich, dass die Brücken angenommen werden, denn sie liegen auf einer alten Wild-Wanderroute.

Hintergrund
Im Rahmen des Konjunkturpakets II hat die Bundesregierung auch zusätzliche Haushaltsmittel für das "Pro-gramm zur Wiedervernetzung von Lebensräumen" bereitgestellt. In Nordrhein-Westfalen entstehen damit vier Grünbrücken über bestehende Straßen des Bundes:
•    A1 zwischen Nettersheim und Blankenheim
•    A3 bei Köln-Königsforst
•    A31 bei Dorsten-Schermbeck
•    B64 bei Bad Driburg


E i n l a d u n g   z u r:

SCHÖPFUNGSWANDERUNG am Di., 1. Mai 2012 im Kölner Königsforst

10:30 Uhr    Treffen an der Endhaltestelle der Linie 9   "Königsforst"
                    danach Wanderung südlich der A3 zur neuen Grünbrücke über die A3  

11:30 Uhr    An der Abzäunung zur Grünbrücke:
                    Wissenswertes über Zweck und Hintergründe solcher Grünbrücken               

13:00 Uhr    Mittagessen im China-Restaurant „Vanille“ in Kleineichen

15:00 Uhr    Andacht in der kath. Kirche „Heilige Familie“ in Kleineichen.

15:30 Uhr    Rückweg durch den Königsforst
                    mit Spurensuche nach einem alten, durch die A3 unterbrochenen Wildwechsel,
                    auf dem auch die bereits in Bau befindliche zweite Grünbrücke über die Rößrather Straße liegt.

17:30 Uhr    Ausklang im Schwalbennest an der Endhaltestelle der Linie 9

Der geplante, blau eingezeichnete Weg auf der Karte oben links ist 8-9 km lang, für die uns
am Vor- und Nachmittag bis zu 4 Stunden Zeit zur Verfügung stehen. Das rechte Bild zeigt
die kath. Kirche "Heilige Familie" in Kleineichen, die wir am Nachmittag besuchen.

Im Namen des Vereins „Naturwissenschaft + Glaube e.V.“  und der Gesellschaft „Teilhard de Chardin“
als Mitveranstalter lade ich auch in diesem Jahr wieder alle Interessenten an dieser Wanderung ein,
sich an der Endhaltestelle der Kölner Straßenbahnlinie 9 ‘Königsforst‘
am 1. Mai wie üblich um 10:30 Uhr einzufinden.
Die Wanderung wird wieder durch meditative Texte meist von Teilhard de Chardin bereichert.
Eingeladen sind auch alle, die nur an einem Teil des Programms teilnehmen können.
Bei Teilnahme einer größeren Gruppe bitten wir um telefonische Anmeldung
unter 0221-866369 oder Email: weckwerg@uni-koeln.de
                                                                                                              Gerd Weckwerth


Der Mensch muss an Stelle des natürlichen Gleichgewichts ein neues schaffen und das unter Zeitdruck     
                                                                                                           (Teilhard de Chardin, 1954)


Faszination Kosmos  -  Der AK Naturwissenschaft und Glaube zu Gast in der Region Franken 


Phantastische Bilder von Sternen und Galaxien bis hin zu Quasaren aus den Anfängen unseres Universums präsentiert und aufgenommen von Pater Christoph Gerhard, gelernter Elektroingenieur und heutige Prior des Klosters Münsterschwarzach; damit begann eine Wochenendtagung mit 68 Teilnehmer/innen im Gästehaus der Abtei, die erstmals gemeinsam mit einer KMF-Region und der Guardini-Stiftung gestaltet wurde.

In den Vorträgen und Diskussionen am Samstag wurden alle Aspekte der kosmischen Entwicklung bis hin zum Menschen angesprochen. Zunächst provozierte der Astrophysiker Prof. Erwin Sedlmayr in seinem Vortrag mit der These von der Zeitlosigkeit des Lichts und anderen Konsequenzen der von Albert Einstein begründeten Kosmologie. Anschließend machte sich Dr. Gerd Weckwerth Gedanken über die Voraussetzungen für das Entstehen menschlichen Lebens, die nicht nur die Erde sondern auch die im ganzen Kosmos gültigen Naturgesetze erfüllen.

Nach dem Mittagessen hatte die Region Franken parallele Exkursionen (Volkach, Dettelbach, Wiesentheid) mit Führungen organisiert. Ab 16 Uhr beschäftigten sich 3 weitere Vorträge mit dem Einfluss kosmischer Beobachtungen auf das persönliche Weltbild am Beispiel von Karl Rahner, Hoimar von Ditfurth und Teilhard de Chardin. Weitgehend ähnlich sahen alle die Evolution als wachsende Komplexität, die auf eine jenseitige Welt hindeutet und speziell den Menschen in Wissenschaft und Glaube auf einem Weg mystischer Selbst-Tranzendenz.

Für den Abend hatte die Guardini-Stiftung eine poetische Lesung mit Dr. Jens-Peter Kaufmann organisiert. Gedichte und Texte aus zweieinhalb Jahrtausenden, untermalt durch Klaviermusik und Klangschalen schufen traumhaft-künstlerische Zugänge zum Thema „Faszination Kosmos“.  Anschließend konnten sich die Teilnehmer/innen noch von der Qualität und Energie des fränki-schen Weins überzeugen.

Das sonntägliche Konventamt zum Herz-Jesu-Fest mit lateinischem Choral und der Feier mehre-rer 50- und 60-jähriger Professgelübde machte auf eindrückliche Weise das Ziel deutlich, zu dem wir alle nach christlichem Glauben unterwegs sind. Auf dieser Erde sind wir nur Gast. Wie weit wir uns dabei auf einem Weg zu einem neue Himmel und einer neuen Erde im Sinne des Teilhardschen Punkt Omega befinden, können wir nur ahnen. Weg und Ziel sind  Teil unseres Glaubens an einen Gott, der Raum und Zeit übersteigt und umgreift.

       Die Referenten der Tagung beim abschließenden Podium im Gästehaus der Abtei





Einladung zur gemeinsamen Wochenendtagung


von AK"Naturwissenschaft und Glaube",
KMF-Region Franken und Guardini-Stiftung
15.-17. Juni 2012 im Kloster Münsterschwarzach


Thema:         Faszination Kosmos  -  von der Beobachtung 
                        zur persönlichen Weltanschauung finden


Freitag 20 Uhr:   Zwischen Aufnahme und Hingabe –                Pater Christoph
15. Juni 2012      Die "Kunst" kosmischen Photographiens      (Astronom und Prior)
                            eventuell mit Besichtigung seines Observatoriums

Samstag 9 Uhr:   Licht als Quelle kosmischer Offenbarung      Prof. Erwin Sedlmayr
16. Juni 2012       Die "Kunst" kosmischen Erkennens                  (Astrophysiker)
        11:00 Uhr   Der evolutive Bauplan der Materie -              Dr. Gerd Weckwerth
                           Die "Kunst" des kosmischen Feinabstimmens   (Kosmochemiker)

        12:30 Uhr   Mittagessen
        13:30 Uhr   Abfahrt zu den Exkursionen:  1. Maria im Weingarten,
                            2. Dettelbach, 3. Wiesentheid, 4. Museumsbahn
                           weitere Angebote vor und nach der Tagung
        15:30 Uhr   Evolution und Selbsttranszendenz                  Pater Christoph
                           bei Karl Rahner                                           (Astronom und Prior)
        16:30 Uhr   Hinweise auf eine "andere Welt" bei Hoimar     Bernd und Gerd 
                           von Ditfurth und Pierre Teilhard de Chardin       Weckwerth
                                                                                             (Pfarrer und Physiker)
        18:30 Uhr   Abendessen                                                                                                                                                
            20 Uhr     Der persoenliche Kosmos                                 Guardini-Stiftung
                            mit den Augen der Dichter

Sonntag  9 Uhr   Naturwissenschaftler, Theologen und Künstler -        Alle
   17. Juni 2012   "Kronzeugen" für die Wunder des Kosmos ?     

        10:30 Uhr    Festgottesdienst zum Herz-Jesu-Fest     u.a. mit Pater Christoph

        12:30 Uhr    Mittagessen       
TAGUNGSBEITRAG:  Vollpension in DZ: 90 € (+5 € für Nichtmitglieder)
                            EZ-Zuschlag: 10 €,    KSJ / Jugendliche ab 12 J.: 30 €,
                            Kinder ab 4 Jahre: 1 €,  Tagesgäste am Samstag: 35 €
ANMELDUNGEN
  bis zum 5. Mai 2012 bitte an die:  
                            KMF-Geschäftsstelle. 50674 Köln, Gabelsbergerstr. 19


FORUM WISSENSCHAFTSSTADT BONN
Wintersemester 2012/13
Thema: Ursprung und Entwicklung der Geschlechteridentitäten
Teil 1: November 2012
Nicht nur ein traditionelles Genderverständnis,
sondern auch die „feministische Theorie ist“, wie
die amerikanische Philosophin Judith Butler feststellt,
„zum größten Teil davon ausgegangen, daß
eine vorgegebene Identität existiert, die durch die
Kategorie ‚Frau(en)‘ bezeichnet wird. Diese
scheinbar feste Identität ist in den letzten Jahrzehnten
verflüssigt worden, ein Projekt, das eine
Reihe von Kontroversen auslöste. Gibt es ein biologisch
festgelegtes Grundmuster für Frauen und
Männer? Wie ist der Einfluss von Gesellschaft,
Kultur, Religion und Ökonomie zu veranschlagen?
In welchem Maße wird die kulturelle Ausformung
von Geschlechteridentitäten durch offene oder
subtile Machtverhältnisse geprägt? Das Forum
Wissenschaftsstadt Bonn untersucht im Wintersemester
2012/13 diese Fragen aus der Perspektive
unterschiedlicher Wissenschaften und Forschungsrichtungen
– von der Biologie über die
Religions- und Kulturgeschichte bis Ökonomie,
Theologie und Anthropologie.
Wir laden herzlich zu den Vorträgen ein
Eintritt frei – Spenden willkommen!
Donnerstag, 8. November 2012, 20.00 Uhr s.t.
Biologische Grundlagen der Sexualität
und Geschlechterdifferenz
Prof. Dr. Johannes Seidel SJ, München
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
as ist der „Sinn“ von Sexualität? Sofern ein
Biologiestudent im Examen mit „Fortpflanzung“
antwortet, muss er mit einem „mangelhaft“
rechnen. Sofern dagegen ein Priesteramtskandidat
nicht mit „Fortpflanzung“ antwortet, musste er noch
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit einem
Rechtgläubigkeitsverfahren rechnen. In wenigen
Fragen liegen wissenschaftliche Wirklichkeitserkenntnis
und naturrechtsbelastete Glaubenstradition
so auseinander wie in der Frage nach dem
„Sinn“ von Sexualität.
Donnerstag, 22. November 2012, 20.00 Uhr s.t.
Alphabet und Geschlecht
Prof. Dr. Christina von Braun. Berlin
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
m abendländischen Denken gibt es eine lange
Tradition, in der Männlichkeit mit Rationalität und
Weiblichkeit mit Gefühl und Leiblichkeit verbunden
wird. Diese Zuordnung beruht auf Denkmustern,
die das alphabetische Schriftsystem schuf. Es
brachte nicht nur eine spezifische Form von Philosophie
und Wissenschaft, die Demokratie, ein
neues Zeitdenken und das nominalistische Geld
hervor, in seiner Folge entstand auch eine eigene
symbolische Geschlechterordnung. Davon erzählen
die Buchstaben selbst des Alphabets.
Donnerstag, 29. November 2012, 20.00 Uhr s.t.
Geschlechteridentitäten
in den biblischen Traditionen
Prof. Dr. Irmtraud Fischer, Graz
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
Die Gesellschaft Alt-Israels, die die biblischen
Traditionen hervorbrachte, war strikte heterosexuell
genormt. Bereits die Schöpfungstexte, die
als einzige schöpfungsgemäße Differenz die biologische
zwischen männlich und weiblich thematisieren,
geben ein beredtes Beispiel dafür. In die sozialen
Geschlechterrollen wurden Menschen durch
geschlechtsspezifische Erziehung und auch durch
Arbeitsteilung eingeführt. Dennoch geben Rechtstexte
wie Erzählungen Hinweise darauf, dass
Menschen in Alt-Israel nicht nur heterosexuelle
Geschlechteridentitäten entwickelten.
VORTRÄGE IM JANUAR 2013:
Donnerstag, 17. Januar 2013, 20.00 Uhr s.t.
Schleckerfrauen und Opelaner
Was haben Märkte und Geschlechterverhältnisse
miteinander zu tun?
Prof. Dr. Friederike Maier, Berlin
Donnerstag, 24. Januar 2013, 20.00, 20.00 Uhr s.t.
Streit um Geschlechtsidentitäten?
Die europäische "querelle des femmes" in der
Frühen Neuzeit
Prof. Dr. Claudia Opitz, Basel
Donnerstag, 31. Januar 2013, 20.00 Uhr s.t.
Als Mann und Frau schuf er sie
Überlegungen zu einer theologischen
Anthropologie der Geschlechter
Prof. Dr. Saskia Wendel, Köln
KATHOLISCHES BILDUNGSWERK BONN
Kasernenstraße 60, 53111 Bonn
Tel.: 0228-42979-0, FAX: 0228-42979-200
E-Mail: info@bildungswerk-bonn.de
BUND NEUDEUTSCHLAND
GEMEINSCHAFT KATHOLISCHER MÄNNER
UND FRAUEN (KMF) - REGION BONN
Dr. Gerd Weckwerth, Forststraße 86, 51107 Köln
Tel. & Fax: 0221-866369
KATHOLISCHE HOCHSCHULGEMEINDE BONN
Brüdergasse. 8, 53111 Bonn, Tel.: 0228-91445-0
UNIVERSITÄT BONN – Studium Universale
Tel.: 0228-73 39 16
E-Mail: universale@uni-bonn.de

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