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EINLADUNG ZUR JAHRESTAGUNG DES AK NATURWISSENSCHAFT UND GLAUBE2013 vom 14-16. Juni in Oberwesel
„Um das Gehirn vollständig zu verstehen, müssen wir es nachbauen“. Mit dieser These startete Henry Mar-krams 2005 das Blue-Brain-Projekt, das auf zellulärer Ebene innerhalb von 3 Jahren die vollständige Simulation einer aus etwa 10000 Neuronen bestehenden neokortikale Säule der Ratte weitgehend abschließen konnte. Darauf aufbauend, soll nun die Funktionsweise aller Areale eines gesamten menschlichen Gehirns simuliert werden, dessen Neokortex aus etwa einer Million, noch größerer neokortikaler Säulen aufgebaut ist. Der dazu auf 10 Jahre angelegte, mit über 1 Mrd. Euro Fördermittel ausgestattete EU-Forschungsverbund (Human Brain Project) spekuliert u.a. darauf, dass sich in dieser Zeit auch ein dafür benötigter, noch einmal bis zu 1000 Mal schnellerer Computer mitentwickeln lässt.
Die für unseren AK spannensten Fragen ergeben sich dabei aus der weit verbreiteten Annahme, dass eine solche Hirnsimulation auf molekularer Ebene auch ein künstliches Bewusstsein erzeugt. Dessen nachweisliches Auftreten würde nicht nur klassische Vorstellungen von Person und Seele in ein neues Licht rücken, sondern auch gravierende ethische Fragen aufwerfen. Ein solches „Bewusstsein“ könnte nämlich schnell zum Alptraum werden. Speziell in den Arbeitsgruppen möchten wir uns daher mit zugehörigen, in der Science-Fiction-Literatur behandelten Fragen beschäftigen.
Mit Prof. Thomas Christaller von der Fraunhofer-Gesellschaft in St. Augustin haben wir einen Mitbegründer des EU-Forschungsverbunds in Deutschland eingeladen. Als zweiten Referenten konnten wir mit Prof. Godehard Brüntrup SJ von der Hochschule für Philosophie in München, einen seit langem für das Leib-Seele-Problem und Fragen des Bewusstseins führenden Philosophen mit theologischem Hintergrund, gewinnen.
                                                               P   R   O   G   R   A   M   M  :Freitag, 14. 6. 201318:00 Uhr  Ankunft und Abendessen20:00 Uhr  Einführung mit Filmbeispielen zum künstlichen Bewusstsein Samstag, 15. 6. 2013   9:00 Uhr  Der Traum vom künstlichen Menschen - von der Robotik zur vollständigen Hirnsimulation                     Prof.Dr.Thomas Christaller                   (Steinbeis-Transferzentrum für Informationstechnische Systeme, St. Augustin)11/17 Uhr  Arbeitskreise zu Fragen des künstlichen Bewusstseins in der Science-Fiction-Literatur15:00 Uhr  Der Ort des Bewusstseins in der Natur und das Leib-Seele-Problem simulierter Gehirne                   Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ (Hochschule für Philosophie, München)20:00 Uhr  Unterhaltsamer Abend mit Musik, Tanz und EinlagenSonntag, 16. 6. 2013   9:00 Uhr   Die personalen Grenzen von Simulation11:00 Uhr   Hl. Messe mit Pfr. B. Weckwerth zum Thema »Begeisterung«Tagungsbeitrag: KMF- und Heliand-Mitglieder: 95 Euro, Gäste: 110 Euro, KSJ / Jugendl. ab 16 J.: 40 Euro, Kinder ab 4 J.: 1 Euro, EZ-Zuschlag: 30 Euro, Tagesgäste am Samstag: 40 Euro inkl. MahlzeitenAnmeldungen bitte bis zum 15. Mai an die KMF-Geschäftsstelle

 







Bewusstsein und Selbstbewusstsein sind prinzipiell technisch simulierbar


Diese These vertrat der Münchener Jesuit Prof. Dr. Godehard Brüntrup (Bild) beim AK Naturwissenschaft und Glaube der KMF in Oberwesel. Grundsätzlich lassen sich Materie und Geist in keiner Phase der Evolution voneinander ablösen. Immer und von Anfang an sind beide Pole in der dynamisch und kreativ voranschreitenden Entwicklu ng zu höherer Komplexität vertreten.  Eine dualistische Weltsicht lehnte Brüntrup  daher ebenso ab wie die Auffassung, dass mentale Phänomene plötzlich aus vorangegangenen nicht-geistigen Entwicklungsstufen „emergieren“.  Wenn das Geistige in diesem Sinne fundamental und eben keine vom Materiellen abgeleitete Wirklichkeit ist, dann wird es in Verbindung mit einer entsprechenden Komplexitätsstufe des Gehirns selbstverständlich auch präsent sein. Ob und wann allerdings die Neurowissenschaften ein menschliches Gehirn in diesem Sinne funktional simulieren können, ist derzeit überhaupt nicht absehbar. In der intensiven Diskussion mit dem Hauptreferenten der Tagung wurden nicht nur die theoretischen, sondern auch die ethischen und die religiösen Implikationen dieser These diskutiert. Der Zusammenhang zwischen reflexiv vermitteltem Selbstbewusstsein und Personalität wurde als Basis der Ethik herausgearbeitet. Theologisch  überraschte Brüntrop mit der These, dass nach biblischem Verständnis nicht etwa die Seele den Tod überdauert, sondern vielmehr der Leib, aber in einer geistlichen Form. Die christliche Lehre von der Auferstehung und vom ewigen Leben ist seines Erachtens auch unter non-dualistischen Denkbedingungen verständlich zu machen. Die Frage, wie ein non-dualistisches Gottesverständnis zu konzipieren wäre, blieb jedoch offen. Dem AK Naturwissenschaft und Glaube gehen also die Themen nicht aus.  


B I L D E R   V O N   D E R   J A H R E S T A G U N G  2 0 1 3

















8. Kölner Schöpfungswanderung am 1. Mai 2013 



  Thema:  „Auf dem Jakobsweg durch den Königsforst“





Programm
10:30    Treffen an der Endhaltestelle der Linie 9 „Königsforst“               
             mit anschließendem Taxitransfer (Eigenbeteiligung 3€)
             zur Bundesanstalt für Straßenwesen in Bensberg (BAST)

11:00    Besichtigung der Luftmessstation der BAST an der A4
             anschließend Wanderung über den Jakobsweg vorbei
             an Kettners Weihern mit Abstecher zum Hexenteich
             über den Rennweg unter der A4 durch nach Refrath-Lustheide
13:00    Mittagessen im Touchdown (amer. Grillhouse, Lustheide 44)
             Speisekarte unter www.touchdown-restaurants.de
14:30    Rückkehr zum Jakobsweg
             vorbei am Kinderdorf Bethanien und auf der nördlichen Seite
             des Wildgeheges nach Köln-Brück bis St. Hubertus
16:00    Andacht zu Ehren von Teilhard de Chardin in St. Hubertus
16:30    Rückkehr nach Köln-Rath zur Endhaltestelle der Linie 9
             Alternativ mit der Linie 154   (16:44 oder 17:14)
17:30    Ausklang im Schwalbennest
  
Veranstalter:   Naturwissenschaft und Glaube e.V.  - 
                        Gesellschaft Teilhard de Chardin (Sektion NRW)
Ablaufbericht:
 Bei herrlichem Wetter begaben sich etwa 20 Teilnehmer mit 3 Taxen zur Bundesanstalt für Straßenwesen nach Bensberg, wo uns Pfarrer Hold schon sehnsüchtig erwartete. Bei der anschließenden Vorstellung der Luftmessstation der BAST an der A4 wurde vor allem der bis zu 100m an Autobahnen stark erhöhte Stickoxidgehalt diskutiert. Das rechte seitlich
liegende  Profil hat uns die BAST zugesandt. 
 
Von dort sind wir 300m nach einer Unterführung der A4 auf den Jakobsweg eingeschwenkt, der immer wieder durch das Muschelsymbol gekennzeichnet war. Die erste Pause haben wir an Kettners Weiher gemacht, wo es eine kleine Einführung zum spanischen Jakobsweg gab.
Den Jakobsweg nach Köln haben wir dann am Rennweg verlassen, um einen kleinen Abstecher zum Hexenteich zu machen. Dort ist das 3. Bild gemacht, wo gerade ein Gedicht gelesen wurde.
Dann ging es Richtung Refrath-Lustheide zum Mittagessen, wo das 6.Bild entstand, während Pfr. Hold die Wartezeit vor dem Essen zur Lesung von 2 Hexenlegenden aus dem bergischen Land nutzte.
Nach dem Essen ging es zurück zum Jakobsweg, vorbei am Wildgehege bis nach St. Hubertus in Brück, wo vor 3 Jahren eine Stehle mit Informationen zum Jakobsweg aufgestellt wurde, an der das 7. Bild entstand. Anschließend wurde in St. Hubertus eine Andacht gehalten, bei der neben dem Gedenken an Teilhards Geburtstag auch einige Texte zum Hl. Jakobus benutzt wurden.
Fast alle machten sich dann noch zu Fuß auf den Rückweg nach Rath-Heumar, wo wir kurz nach 17:30 Uhr am Schwalbennest eintrafen. Bei warmen Wetter konnten wir den Tag im Biergarten im Freien ausklingen lassen. 


FORUM WISSENSCHAFTSSTADT BONN WINTERSEMESTER 2013/14


THEMA:   EVOLUTION DER WELT- UND GOTTESBILDER -
Kosmologie, Gesellschaft und Gottesverständnis


FORUM WISSENSCHAFTSSTADT BONN  Wintersemester 2013/14
EVOLUTION DER WELT- UND  GOTTESBILDER
Kosmologie, Gesellschaft und Gottesverständnis
Das spezifische Verständnis von Gott, das Individuen,
größere soziale Gebilde und Kulturen haben,
ist nicht unabhängig von der Verfassung der jeweiligen
Gesellschaft und vom Stand der Kosmologie. Soweit
letztere in den Kategorien diskursiven, wissenschaftlichen
Denkens entwickelt wird, hat dies auch erhebliche
Auswirkung auf das Gottesverständnis. Die einzelnen
Vorträge werden diesen Zusammenhang genauer untersuchen:
Von der Bedeutung des Zufalls in der Evolution
aus physikalischer Sicht über die unterschiedlichen
Denkweisen in Mythos und Wissenschaft, den Zusammenhang
von Gesellschaft, Gottesbild und Eschatologie
bis zu der Frage nach den Konsequenzen einer
dynamischen, evolutionären Sicht von Kosmos und
Leben auf das Gottes- und Menschenbild. Wenn in der
Evolution der so genannte Zufall eine wichtige Rolle
spielt – in welchem Sinne kann noch von einem Schöpfer
und einer Schöpfung gesprochen werden?
Wir laden herzlich zu den Vorträgen ein   Eintritt frei – Spenden willkommen!
Dienstag, 15. Oktober 2013, 20.00 Uhr s.t.
Die Rolle des Zufalls in der Evolution aus der Sicht einer Physikerin
Prof. Dr. Barbara Drossel, Darmstadt
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
In der Evolution spielt der Zufall eine wichtige Rolle.
Deshalb wird oft behauptet, sie hätte auch ganz anders
ablaufen können, oder sie sei ziellos und willkürlich.
Dieser Vortrag hinterfragt diese Behauptungen und
zeigt auf, dass Prozesse, bei denen der Zufall beteiligt
ist, durchaus zu vorhersagbaren Ergebnissen führen
können. Außerdem wird der Unterschied zwischen
einem naturwissenschaftlichen Umgang mit dem Zufall
und einer weltanschaulichen Interpretation erläutert.
Donnerstag, 14. November 2013, 20.00 Uhr s.t.
Mythos und Wahrheit oder: gibt es mythisches Wissen?
Prof. Dr. Christoph Jamme, Lüneburg
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII

Der" Mythos ist ein theoretisches Konstrukt der
europäischen Wissenschaften. Das Problem, wie
Mythen (philosophisch)zu deuten seien, entzündete
sich an der Homer-Interpretation. Deutlich wird das bei
Platon, der an die Mythen der Volksreligion die Wahrheitsfrage
gestellt und die Mythen durch eine vernunftorientierte
"Rede über das eine Göttliche"("theologia")
ersetzt hat. Im Ausgang von Platons Dichterkritik
will der Vortrag aufzeigen, daß die Kriterien, mit denen
wir zu wahren Vorstellungen gelangen, sich im Laufe
der Geschichte verändern. Es gibt nicht die Vernunft,
sondern es gibt – so die von Foucault vertretene These
– durch die Jahrhunderte hindurch eine Vielzahl von
Wahrheitsprogrammen. Wenn dem aber so ist, dann
lässt sich der herkömmliche Gegensatz von Wahrheit
und Fiktion, Vernunft und Mythos nicht mehr aufrechterhalten.
Für die Griechen war der Mythos deshalb
weder wahr noch falsch oder beides zugleich. Das
ähnelt dem Wahrheitsbegriff des Neuen Testaments.
Trennung der Himmelsgöttin Nut von dem Erdgott Geb
(ägyptisch)
Montag, 18. November 2013, 20.00 Uhr s.t.
Die Zivilisierung Gottes
Prof. Dr. Michael Ebertz, Freiburg/Br.
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
ie Vorstellung von einem Weiterleben nach dem Tode
ist vielen Kulturen eigen, nicht aber der Glaube an ein
Totengericht, wie es die Christen im Glaubensbekenntnis
sprechen. Der Referent verfolgt entlang von Predigten in
einer Zeit von 150 Jahren den Wandel von ‚Himmel’,
‚Hölle’ und ‚Fegefeuer’ und dem damit einhergehenden
Wandel des Gottesbildes. Wird das Totengericht zum
Spaßevent und wird aus Gott ein Wohlfühlgott? Und der
Referent wird fragen: Schreien Taten, die zum Himmel
schreien, nicht auch nach der Hölle und damit nach einem
Gott, der für Gerechtigkeit statt Dauerbarmherzigkeit
steht?
Montag, 9. Dezember 2013, 20.00 Uhr
Der evolutionsbefähigte Kosmos und
das christliche Gottesbild
Dr. Gerd Weckwerth, Köln
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
Der Glaube an den unveränderlichen, ewigen Gott, heißt
nicht, dass sich unser Bild von Gott nicht ändern darf. In
dieser Weise muss ein evolutives Weltbild dann auch mit
einer Evolution des Gottesbildes rechnen. Ein Glaube
kann dabei wie die Evolution immer nur auf der Suche
sein. Die für das Christentum überlebenswichtige Aufgabe
der modernen Theologie ist es, das in der Bibel beschriebene
Geschehen von der Schöpfung bis zur Erlösung
glaubwürdig im Sinne des evolutiven Weltbilds zu übersetzen,
und die der Kirche diese Wende im Glaubensvollzug
so umzusetzen, dass sie den modernen Menschen in
ähnlicher Weise berührt, wie den antiken Menschen zur
Zeit Jesu.

Dienstag, 14. Januar 2014, 20.00 Uhr s.t.
Der Mensch: Plan Gottes oder dummer Zufall?
Prof. Dr. Ulrich Lüke, Aachen
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
er christliche Glaube und seine Theologie behaupten,
die Welt und insbesondere der Mensch in ihr seien
Schöpfung Gottes, also nach seinem ewigen Plan gewollt
und ins Dasein getreten. Die Evolutionsbiologie dagegen
macht für die Existenz des Menschen eine Reihe von
zufälligen Mutationen und zwangsläufigen Selektionsprozessen
verantwortlich, sieht also von göttlichen Plänen
und Absichten keine Spur. Müssen wir uns nun entscheiden
zwischen Kreationismus und Evolutionismus, oder
zwischen Theologie und Biologie, zwischen Glauben und
Wissen? Wir stehen vor einer begründungsbedürftigen
anthropologischen Grundentscheidung, die für das
menschlichen Selbstbewusstsein und seine Selbst- und
Weltdeutung von entscheidender Bedeutung sein kann.
Veranstalter:
KATHOLISCHES BILDUNGSWERK BONN
Kasernenstraße 60, 53111 Bonn
Tel.: 0228-42979-0, FAX: 0228-42979-200
E-Mail: info@bildungswerk-bonn.de
BUND NEUDEUTSCHLAND
GEMEINSCHAFT KATHOLISCHER MÄNNER
UND FRAUEN (KMF) - REGION BONN
Dr. Gerd Weckwerth, Veilchenweg 20, 51107 Köln
Tel. & Fax: 0221-866369
KATHOLISCHE HOCHSCHULGEMEINDE BONN
Brüdergasse. 8, 53111 Bonn, Tel.: 0228-91445-0
UNIVERSITÄT BONN – Studium Universale
Tel.: 0228-73 39 16
E-Mail: universale@uni-bonn.de
FORUM WISSENSCHAFTSSTADT BONN Wintersemester 2012/13Thema: Ursprung und Entwicklung der Geschlechteridentitäten
Teil 1: November 2012
Nicht nur ein traditionelles Genderverständnis,
sondern auch die „feministische Theorie ist“, wie
die amerikanische Philosophin Judith Butler feststellt,
„zum größten Teil davon ausgegangen, daß
eine vorgegebene Identität existiert, die durch die
Kategorie ‚Frau(en)‘ bezeichnet wird. Diese
scheinbar feste Identität ist in den letzten Jahrzehnten
verflüssigt worden, ein Projekt, das eine
Reihe von Kontroversen auslöste. Gibt es ein biologisch
festgelegtes Grundmuster für Frauen und
Männer? Wie ist der Einfluss von Gesellschaft,
Kultur, Religion und Ökonomie zu veranschlagen?
In welchem Maße wird die kulturelle Ausformung
von Geschlechteridentitäten durch offene oder
subtile Machtverhältnisse geprägt? Das Forum
Wissenschaftsstadt Bonn untersucht im Wintersemester
2012/13 diese Fragen aus der Perspektive
unterschiedlicher Wissenschaften und Forschungsrichtungen
– von der Biologie über die
Religions- und Kulturgeschichte bis Ökonomie,
Theologie und Anthropologie.
Wir laden herzlich zu den Vorträgen ein
Eintritt frei – Spenden willkommen!
Donnerstag, 8. November 2012, 20.00 Uhr s.t.
Biologische Grundlagen der Sexualität
und Geschlechterdifferenz
Prof. Dr. Johannes Seidel SJ, München
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
as ist der „Sinn“ von Sexualität? Sofern ein
Biologiestudent im Examen mit „Fortpflanzung“
antwortet, muss er mit einem „mangelhaft“
rechnen. Sofern dagegen ein Priesteramtskandidat
nicht mit „Fortpflanzung“ antwortet, musste er noch
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit einem
Rechtgläubigkeitsverfahren rechnen. In wenigen
Fragen liegen wissenschaftliche Wirklichkeitserkenntnis
und naturrechtsbelastete Glaubenstradition
so auseinander wie in der Frage nach dem
„Sinn“ von Sexualität.
Donnerstag, 22. November 2012, 20.00 Uhr s.t.
Alphabet und Geschlecht
Prof. Dr. Christina von Braun. Berlin
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
m abendländischen Denken gibt es eine lange
Tradition, in der Männlichkeit mit Rationalität und
Weiblichkeit mit Gefühl und Leiblichkeit verbunden
wird. Diese Zuordnung beruht auf Denkmustern,
die das alphabetische Schriftsystem schuf. Es
brachte nicht nur eine spezifische Form von Philosophie
und Wissenschaft, die Demokratie, ein
neues Zeitdenken und das nominalistische Geld
hervor, in seiner Folge entstand auch eine eigene
symbolische Geschlechterordnung. Davon erzählen
die Buchstaben selbst des Alphabets.
Donnerstag, 29. November 2012, 20.00 Uhr s.t.
Geschlechteridentitäten
in den biblischen Traditionen
Prof. Dr. Irmtraud Fischer, Graz
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
Die Gesellschaft Alt-Israels, die die biblischen
Traditionen hervorbrachte, war strikte heterosexuell
genormt. Bereits die Schöpfungstexte, die
als einzige schöpfungsgemäße Differenz die biologische
zwischen männlich und weiblich thematisieren,
geben ein beredtes Beispiel dafür. In die sozialen
Geschlechterrollen wurden Menschen durch
geschlechtsspezifische Erziehung und auch durch
Arbeitsteilung eingeführt. Dennoch geben Rechtstexte
wie Erzählungen Hinweise darauf, dass
Menschen in Alt-Israel nicht nur heterosexuelle
Geschlechteridentitäten entwickelten.
VORTRÄGE IM JANUAR 2013:
Donnerstag, 17. Januar 2013, 20.00 Uhr s.t.
Schleckerfrauen und Opelaner
Was haben Märkte und Geschlechterverhältnisse
miteinander zu tun?
Prof. Dr. Friederike Maier, Berlin
Donnerstag, 24. Januar 2013, 20.00, 20.00 Uhr s.t.
Streit um Geschlechtsidentitäten?
Die europäische "querelle des femmes" in der
Frühen Neuzeit
Prof. Dr. Claudia Opitz, Basel
Donnerstag, 31. Januar 2013, 20.00 Uhr s.t.
Als Mann und Frau schuf er sie
Überlegungen zu einer theologischen
Anthropologie der Geschlechter
Prof. Dr. Saskia Wendel, Köln
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