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Am Do., 6. September 2007   um 19.30 Uhr   im Domforum Köln
TEILHARDS PUNKT OMEGA UND DAS ZUKUNFTSPOTENTIAL DER EVOLUTION   -     WIE NATURWISSENSCHAFT UND GLAUBE ÜBER DIE ZUKUNFT SPRECHEN

Referent:  Dr. Gerd Weckwerth  (Institut für Geologie und Mineralogie der Univ. zu Köln)



Nach christlichem Glauben ist die Welt nicht nur von Gott geschaffen, sondern auch auf ihn hin geschaffen. Er ist Alpha und Omega. Nach den Vorstellungen der heutigen Naturwissenschaft verdankt der Kosmos seine einzigartige Fähigkeit zur Evolution besonders aufeinander abgestimmten Naturgesetzen. Enthalten diese Gesetze noch weitere Entwicklungspotentiale und werden wie in der Zusammenschau des französischen Philosophen Teilhard de Chardin sich in einem Punkt Omega vollenden oder widerspricht das den Naturgesetzen, nach denen alle Strukturen des Kosmos vergänglich sind?
Der Referent ist Physiker und Leiter des Vereins „Naturwissenschaft und Glaube e.V.“, der zusammen mit der Gesellschaft Teilhard de Chardin diesen Abend veranstaltet.






Einladung zum Schöpfungstag am 1. Mai 2007



Nach der erfolgreichen ersten Schöpfungswanderung im letzten Jahr wird auch in diesem Jahr am 1. Mai eine ähnliche Wanderung stattfinden. Aufgrund des Sturms Kyrill ist der Königsforst in diesem Jahr stark verändert und können einige Wege nicht begangen werden. Vielleicht zeigt uns aber die Natur damit etwas von einer Schöpfungsseite, die uns sonst verborgen ist.

10:30 Uhr Treffen an der Endhaltestelle der Linie 9 in Köln-Rath zu einer
                  Schöpfungswanderung durch den Königsforst.
                   Stationen mit Schöpfungsmeditationen
12:30 Uhr  Möglichkeit zum Mittagessen in der Forsbacher Mühle
           
14:30 Uhr  Weg nach Kleineichen
15:00 Uhr  Station in der kath. Kirche zur Heiligen Famile in Rößrath-Kleineichen
                    Gedenken an 126. Geburtstag von Teilhard de Chardin     \ Nonnenweg 101
15:30  Uhr  Rückkehr nach Köln Rath
17:00 Uhr  Ausklang (Schwalbennest oder Cafe Königsforst in Köln Rath)
                       abgeschlossen wird der Tag mit der
19:00 Uhr  Abendmesse in der Kirche zum Göttlichen Erlöser in Rath
                       vorbereitet zum Thema Schöpfung

                                                                                  für  Naturwissenschaft und Glaube e.V.
                                                                                  und  Gesellschaft Teilhard de Chardin

                                                                              Gerd Weckwerth





Eine große Liebe zur Erde
In mein Streben zu Gott mischt sich eine große Liebe zur Erde und ihrem greifbaren Werden, und mir scheint, diese beiden Leidenschaften müssen sich verbinden. Die letztere muss nur gereinigt und rehabilitiert werden.

Teilhard de Chardin  (1. 5. 1881  – 10. 4. 1955)



PS: Einladung auch an alle, die nur an einem Stück des Programms teilnehmen können.
      Bei Teilnahme mit einer größeren Gruppe bitten wir um telefon. Anmeldung 0221/866369





Einladung des AK „Naturwissenschaft und Glaube“ zu seiner Jahrestagung im Jugendgästehaus Oberwesel vom 2-4. Feb. 2007 zum Thema:

Gedanken und Gefühle – alles Moleküle?  Oder: Was bleibt von der Seele?


Die modernen Neurowissenschaften decken mit bildgebenden Verfahren immer stärker die Funktionsweise des menschlichen Gehirns auf. Sie stellen häufig fest, dass winzige Dysfunktionen im Stoffhaushalt des Gehirns, z.B. das Fehlen bestimmter Botenstoffe oder Hormone, dramatische Auswirkungen auf das Verhalten des Menschen haben. Das wirft neues Licht auf psychische Störungen wie z.B. Depressionen und die sog. Geisteskrankheiten, etwa Schizo­phrenie. Auch positive Phänomene wie Liebe, Lust, Vertrauen, Bindung scheinen eng mit biochem. Vorgängen verbunden zu sein. Ja sogar geistiges Vermögen, künstlerischer Aus­druck und religiöse Sehnsucht haben definitiv mit der Chemie der „grauen Zellen“ zu tun.
Klassische psycholog. und psychotherapeutische Erklärungsansätze geraten dadurch ebenso in Erklärungsnöte wie die Religion. Ist die Vorstellung einer menschlichen Seele, gar eines Geistes, der die materielle Ebene transzendiert, nur ein Luftschloss? Verdanken“ wir Kunst, Liebe und selbst unseren Glauben nur dem evolutiven Wettbewerb von Biomolekülen? Oder: Gehen wir den Erfolgen der Neurowissenschaften zu schnell auf den Leim? Wie kann es trotz deren Fortschritte gelingen, die Achtung vor dem Menschen als unverfügbarer Person zu bewahren?

Programm-Highlights
Fr. 2. 2. 20 Uhr  Filmische Einführung  (voraussichtlich zur Biochemie der Liebe)
Sa.3. 2.  9 Uhr   Arbeitskreise (künstlerische und persönliche Zugänge zu einzelnen Gefühlen)
.            10:30    PD Dr. Markus Leweke (Neuropsychopharmakologie, Uniklinik., Köln)
                          "Neurobiochem. und psychotherapeutische Aspekte von Emotion und Kognition"
             15 Uhr   Prof. Dr. Michael Schmidt-Degenhard (Kaiserswerther Diakonie, Florence-
                           Nightingale–Krankenhaus, Düsseldorf):„Versteinertes Dasein – Psychopatho-
                           logische und anthropologische Aspekte von Melancholie und Depression“
             17 Uhr   Prof. Dr.Ulrich Eibach (Klinikseelsorge/Systemat.Theologie+Ethik, Univ.Bonn)         
                           Bedeutung und Grenzen der Neurobiologie für den christlichen Glauben
              20 Uhr   Bunter Abend
So. 4. 2.   9 Uhr   Abschlussplenum:  
              11 Uhr   Gottesdienst mit Pfr. Bernd Weckwerth   Thema: "SOS"

KMF-Mitglieder: EZ: 80€ , DZ: 50€    +20€(30€) Tagungsbeitrag,   KSJ-Mitglieder insg. 35€,
Kinder ab 4 J. (auf Wunsch Kinderbetreuung) 1€,
Tagesgäste zahlen 10€ pro Tag +8€ pro Mahlzeit (mit kurzfristiger Anmeldung möglich).

Anmeldungen bitte an die KMF-Geschäftsstelle Gabelsberger Str.19, 50674 Köln.
Der niedrigere Tagungsbeitrag gilt für ND-Mitglieder, die sich bis zum 12. Jan. 2007 anmelden.
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 Forum Wissenschaftsstadt Bonn


Die Zukunft  der Evolution


Februar bis März 2007




Die Zukunft der Evolution

Die künftige Entwicklung zumindest der biologischen Evolution ist nicht unabhängig von menschlicher Praxis. Denn inzwischen verfügt der Mensch über Möglichkeiten, in die Evolution – auch in diejenige der eignen Spezies – einzugreifen. Welche ethischen Fragen und Probleme ergeben sich aus diesen Interventionen in das ‘ genetische Programm’ des Lebens?
Welche Langzeitperspektiven ergeben sich nach dem gegenwärtigen Stand unseres Wissens für Chemie, Biologie und Kosmos? Hat Evolution überhaupt ein Ziel? In welchem Verhältnis schließlich stehen naturwissenschaftliche Aussagen über die Zukunft zu einer theologischen Beschäftigung mit den ‘letzten’ Dingen? Die oft mit mythischen Bildern arbeitenden Texte der Bibel bieten manche Schwierigkeiten. Diese Texte sind, wie Hans Küng feststellt, „keine prophetische Prognose der definitiven Zukunft von Menschheit, Erde und Kosmos“,





 Die Veranstaltungen beginnen um 20.00 Uhr.
 Teilnahmebeitrag jeweils € 6,-
 (ND-Mitglieder, € 3,-; Studenten frei)


 
Das Weltende in biblischer Sicht
Kosmologie und Theologie
im Widerstreit?
 
Dr. Klaus Fischer, Heidelberg
 
Die Kosmologie rechnet heute mit Milliarden Jahren bis zum natürlichen Ende der Erde und mit Billiarden Jahren bis zum Ende des Weltalls. Es scheint fraglich, ob eine so kurzlebige, zugleich unvernünftige Spezies wie die Menschheit dies alles auch nur von ferne erleben wird. Liest man dann in der Bibel vom Tag des Herrn, wo die Menschen Zeugen der Verfinsterung der Sonne und des Herabfalls der Sterne werden, kommt einem das heute ebenso schauerlich wie naiv und obsolet vor. Oder spricht die Bibel vielleicht von Dingen, die gar nicht im Blickfeld der Kosmologie liegen?

Montag, 12. Februar 2007, 20.00 Uhr
Kath. Bildungswerk, Kasernenstraße 60, Bonn




Langzeitperspektiven von Chemie, Biologie und Kosmos

Prof. Dr. Kurt Rössler, Jülich/Bornheim
 
Die Langzeitperspektiven der Kosmischen Evolution gehören in neuerer Zeit zusammen mit philosophischen und theologischen Fragestellungen zu den interessantesten Problemen der Wissenschaft. Eine Untersuchung der bisherigen Entwicklung der (astro)physikalischen und der chemisch-biologischen Evolution deutet auf zwei unterschiedliche Entwicklungs- und Zeitschemata und damit auf zwei Wege der Evolution hin, die sich im Moment der Bildung von Planetensystemen um Protosonnen getrennt haben. Es werden die Folgen der Dualität der Prozesse für die Gültigkeit von Omegapunkt-Theorien und mögliche Wechselwirkungen der beiden Wege diskutiert. Dabei spielt die Frage nach der Einmaligkeit der Lebensprozesse auf der Erde oder einem Lebens außerhalb der Erde eine wichtige Rolle.

Donnerstag. 22. Februar 2007
Katholische Hochschulgemeinde,
Adenauerallee 63, Bonn


Die Verbesserung der menschlichen Natur.
Nimmt der Mensch mit Biotechnik die Evolution selbst in die Hand?
 
Dr. Dirk Lanzerath, Bonn

Biowissenschaften und Biotechnik bieten uns ein immer größeres und scheinbar unendlicheSpektrum an Eingriffsmöglichkeiten in die menschliche Natur: gentechnisch hergestellte Wachstumshormone als Doping im Sport, Korrekturen der Körperästhetik in der kosmetischen Chirurgie, möglicher Einsatz von gentherapeutischen Verfahren zur Steigerung der Gedächtnisleistung oder zur Minderung des Aggressionsverhaltens. Diese Möglichkeiten werfen die Frage nach ihrer Reichweite und Grenzziehung auf. Läuten sie den Beginn einer neuen Ära der Medizin ein, die zunehmend zur Anthropo-Technik wird? Nimmt der Mensch nun seine Evolution selbst in die Hand? Unsere Fragen richten sich an die Voraussetzungen und Ziele der modernen Medizin sowie die dahinter liegenden Menschenbilder
 

Montag, 12. März 2007, 20.00 Uhr
Kath. Bildungswerk, Kasernenstraße 60, Bonn



Wie „gewollt“ ist unsere Zukunft?
Zur Rolle des Zufalls in Evolution
und Schöpfung


Dr. Gerd Weckwerth, Köln

Zufälle machen die Zukunft weniger berechenbar und scheinen selbst dem Schöpfer die Fäden aus der Hand zu nehmen. Können im Gegensatz dazu Zufälle unverzichtbarer Teil einer gewollten Schöpfung sein? In einer solchen Schöpfung durch Evolution sind Einzelereignisse zwar unvorhersehbar, doch legen die Naturgesetze jene Potentiale fest, die trotz oder gerade wegen Zufällen gefunden und realisiert werden. Das damit ermöglichte „Wollen“ bewusster Kreaturen kann zufallsbedingtes Leid, vielleicht sogar die begrenzte Lebensdauer unterer Evolutionsstufen überwinden helfen oder im Sinne Teilhard de Chardins den Punkt Omega erreichen.
Montag, 19. März 2007, 20.00 Uhr
Kath. Bildungswerk, Kasernenstraße 60, Bonn



Veranstalter:
Katholisches Bildungswerk Bonn
Kasernenstraße 60, 53111 Bonn
Tel.: 0228-42979-0         FAX: 0228-42979-200
E-mail:  info@bildungswerk-bonn.de
KATHOLISCHE HOCHSCHULGEMEINDE BONN; Schaumburg-Lippe-Str. 6, 53113 Bonn, Tel.: 0228-91445-0
Bund Neudeutschland
Gemeinschaft Katholischer Männer
und Frauen (KMF) - Region Bonn
Dr. Gerd Weckwerth, Forststraße 86, 51107 Köln
Tel. u. FAX: 0221-866369




12. Bad Honnefer Winterseminar zu Problemen der Kosmischen Evolution


24. – 26. Januar 2007 im Physikzentrum Bad Honnef,
Hauptstraße 5, 53604 Bad Honnef, 02224-923213/14 bzw. gomer@pbh.de


N i m m t   d i e   W e l t   e i n   E n d e ?  - Die Zukunft des Kosmos
im Fadenkreuz von Kosmischer Evolution, Philosophie und Theologie


Organisation: Kurt Roessler, Hans Joachim Blome und Gerd Weckwerth
02227-6590 bzw. kurt.roessler@yahoo.de

Vorläufiges Programm (Stand Dezember 2006)
Mittwoch, 24. Januar 2007

10 : 30 h          Begrüßungskaffee
11 : 00 h          Kurt Roessler: Einführung: Zwei Wege der Evolution?
12 : 15 h          Mittagessen
14 : 00 h          Hans-Joachim Blome: Naturgesetz und Prognose der Zukunft   
15 : 15 h          Kaffeepause                                                                            
15 : 45 h          Helmut Kühr: Zukunft der Erde. Klima und Kontinente
17 : 00 h          Gerda Horneck: Weltraum-Migration des Lebens
18 : 30 h          Abendessen
20 : 00 h          Franz Krueger: Erinnerung an Manfred von Ardenne. Zu seinem 100. Geburtstag am 20. Januar 2007

Donnerstag, 25. Januar 2007
09 : 30 h          Hans Jörg Fahr: Kein Ende ? Entropiegeschichte des Universums
10 : 45 h          Kaffeepause
11 : 15 h          Helmut Pulte: Teleologie und Kausalität in der Physik (angefragt)
12 : 30 h          Mittagessen
14 : 00 h          Matthias Remenyi: Kosmische Eschatologie aus der Sicht der Theologie
15 : 15 h          Kaffeepause
15 : 45 h          Mathias Trennert-Helwig: Teilhard de Chardins visionäre Extrapolationen der humanen Evolution
17 : 00 h          Gerd Weckwerth: Omega-Punkt-Theorien und das Finale Anthropische Prinzip
18 : 30 h          Abendessen
20 : 00 h          Abendvortrag: Bruno Deiss: Sind wir allein im Kosmos ?

Freitag, 26. Januar 2007
09 : 30 h          Susanne Hüttemeister: Zukunft von Sonne und Galaxien
10 : 45 h          Kaffepause
11 : 15 h          Rüdiger Vaas: Dunkle Energie und die fernste Zukunft des Uni­ver­sums und des Lebens
12 : 30 h          Mittagessen
14 : 00 h          Hans-Joachim Blome: Zusammenfassung: Physikalische Escha­to­logie
15 : 15 h          Abschlusskaffee
Am Freitag evtl. noch: Gerhard Thiele: Liegt unsere Zukunft im Weltall ?   


Übernachtung für auswärtige Teilnehmer im Physikzentrum mit Vollpension für 51 €/Tag. Dies schließt auch alle Pausenkaffees und Verwaltungsgebühren ein.
Externe und Tagesgäste rechnen ihre Verpflegung mit dem Physikzentrum ab. Ein Ver­merk in der Anmeldung, wann Mahlzeiten von diesem Teilnehmerkreis gewünscht wer­den, wäre für die Planung der Küche hilfreich.
Die Teilnahmegebühr beträgt 30 € bzw. 15 € für Studenten, inkl. Skriptum, die bei der Ankunft an Kurt Roessler zu entrichten sind. Die Tagesgebühr beträgt 10 €.
Bitte abtrennen und zurücksenden an:
Kurt Roessler, Hemberger Str. 26, 53332 Bornheim
bzw. per Fax.: 02227-931847 oder e-mail: kurt.roessler@yahoo.de
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 Forum Wissenschaftsstadt Bonn  2007/08


Thema "Gedächtnis und Erinnerung"


Das Thema dieses Winterhalbjahres 2007/08 erfreut sich schon seit längerem großer Aufmerksamkeit der Wissenschaften. Wie funktioniert – aus neurobiologischer Sicht – unser Gedächtnis?
Welche Bedeutung hat es für die Ausbildung der eigenen Identität? Speichert unser Gehirn Informationen ähnlich wie ein Computer oder ist der Vergleich unzutreffend?
Aber auch in den Kulturwissenschaften erkannte man die zentrale Bedeutung von Gedächtnis und Erinnerung nicht nur für das Individuum, sondern auch für Gesellschaften und Kulturen. Seit Maurice Halbwachs spricht man vom „kollektiven Gedächtnis“;
Aleida und Jan Assmann prägten den Begriff des „kulturellen Gedächtnisses“. Was geht in das kulturelle Gedächtnis ein, wie wird es geformt – und was verfällt manchmal sogar gezielt dem Vergessen?
Wer von Erinnerung spricht, darf vom Vergessen nicht schweigen. Die Reihe möchte auf der Basis der heutigen Diskussion die unterschiedlichen Aspekte des Themas erschließen.

Montag 22. Oktober 2007, 20.00 Uhr
Gedächtnis-Erinnerung-Identität
Dr. Dietmar Röser, Bonn
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
Die Bedeutung des Gedächtnisses als des notwendigen Instrumentes der Orientierung und der Sozialbeziehung wird spätestens bei der Beeinträchtigung oder gar dem Verlust dieses ‘Werkzeugs’ deutlich. Die Frage nach der individuellen Erinnerung führt auch zu der Überlegung, ob es so etwas gibt, wie ein „kollektives Gedächtnis“ oder ein „Urgedächtnis des Menschheit“.
„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können!“ schrieb der Dichter Jean Paul Richter. Erinnerung kann zwar ein Paradies sein, aber auch eine Hölle.

Montag, 12. November 2007, 20.00 Uhr
Auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit.
Das autobiographische Gedächtnis
Prof. Dr. Gereon Fink, Köln/Jülich
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
Welche Vorgänge im Gehirn liegen unserem autobiographischen
Gedächtnis zugrunde? Was ermöglicht uns die Unterscheidung, ob Paris die Hauptstadt von Frankreich ist, oder der Ort, an dem wir unseren Heiratsantrag gemacht haben? Sehen, Wahrnehmung und Wissen basieren auf komplexen neuralen Prozessen, die ständig miteinander interagieren, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Wie beeinflusst bereits Erlebtes und Gelerntes Wahrnehmung? Und wie beeinflussen unsere Emotionen Wahrnehmung und Lernen? Einige dieser elementaren Fragen werde ich aufwerfen und im Licht dessen betrachten, was die moderne Hirnforschung hierzu aussagen kann – und was nicht.

Mo., 26. November 2007, 20.00 Uhr
Wie speichert das Gehirn wichtige Informationen?
Prof. Dr. Christian Elger, Bonn
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
Das Gehirn erfüllt seine Aufgaben mit etwa 100 Milliarden Nervenzellen, die bis zu 10.000 mal untereinander verknüpft sind. Die Menge an Informationen, die im Gehirn gespeichert werden kann, ist nahezu unermesslich. Was wir heute darüber wissen: Dass bestimmte Organe zwingend erforderlich sind, um Informationen ins Gehirn zu transportieren. Wie sie dort abgelegt werden, ist allerdings ungeklärt. Es wird vermutet, dass Verknüpfungen zwischen den Neuronen und Eiweiß-Veränderungen innerhalb der Nervenzellen dazu beitragen. Ziel des Vortrages ist es, bekanntes Wissen über das Gedächtnis und auch dessen Störungen anschaulich zu vermitteln.

Montag, 14. Januar 2008, 20.00 Uhr
Gedächtnis und Kultur Fragen- Antworten-Fragen
Prof. Dr. Astrid Erll, Wuppertal
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
Eine kurze Wissenschaftsgeschichte des 'kollektiven Gedächtnisses', von Warburg über Halbwachs, Pierre Nora, Jan und Aleida Assmann bis zu aktuellen Ansätzen, die Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften und Psychologie miteinander verbinden. Beispiele aus der Forschung zum Ersten und zum Zweiten Weltkrieg sowie zu britischen Imperialismus

Montag, 28. Januar 2008, 20.00 Uhr
Vergessen und Verdrängen; Erinnern und Verstehen
PD. Dr. Cord Friebe,
Bonn Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII
„’Das habe ich gethan’, sagt mein Gedächtniss. Das kann ich nicht gethan haben - sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich – giebt das Gedächtnis nach.“ (F. Nietzsche)
Hat damit schon Nietzsche das Phänomen der Verdrängung erfasst? Verdrängen als ein besonderer Fall von Vergessen? Damit wäre Freud gründlich missverstanden: Was verdrängt ist, ist gerade dadurch nicht vergessen und braucht in der psychoanalytischen Therapie auch nicht ‘erinnert’ zu werden. – Es muss vielmehr verstanden werden, was die ganze Zeit gewusst ist.

KATHOLISCHES BILDUNGSWERK BONN Kasernenstraße 60, 53111 Bonn Tel.: 0228-42979-0 FAX: 0228-42979-200 e-mail: info@bildungswerk-bonn.de

BUND NEUDEUTSCHLAND GEMEINSCHAFT KATHOLISCHER MÄNNER
UND FRAUEN (KMF) - REGION BONN
Dr. Gerd Weckwerth Forststraße 86, 51107 Köln, Tel. u. FAX: 0221-866369

STUDIUM UNIVERSALE – der Rheinischen Friedrich-
Wilhelms-Universität Bonn

KATHOLISCHE HOCHSCHULGEMEINDE BONN
Schaumburg-Lippe-Str. 6, 53113 Bonn, Tel.: 0228-91445-0





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